Actionreiche Nürburgring-Premiere für Fabian Lauda

06.06.2013 · 

Mit den Rängen vier und fünf in den beiden Rennen der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) kehrt Fabian Lauda von seinem ersten Renneinsatz am legendären Nürburgring zurück: Der 20 Jahre junge Salzburger, in seiner Premieren-Saison im Motorsport im Lotus Evora GT4 von Lechner Racing unterwegs, unterstreicht damit auch auf internationaler Ebene sein großes Talent.

Der Motorsport-Senkrechtstarter und amtierende „X1 World Champion 2013“ erlebte in der Eifel nicht nur die obligatorische Wetter-Lotterie, sondern sammelte im Feld der bis zu 40 GT- und Tourenwagen erneut wertvolle Rennpraxis. Seine gesamte Rennerfahrung von insgesamt gerade einmal vier Rennen sammelte Fabian Lauda in der aktuellen Saison der Race Trophy Austria – und das mit großem Erfolg. Um das junge Rennsport-Talent fahrerisch aufs nächste Level zu bringen, hatte sich dessen Coach und Mentor Walter Lechner jun. im Vorfeld des Rennwochenendes am Lausitzring jedoch zu einer kurzfristigen Planänderung entschieden. Anstatt seinen Schützlich in der österreichischen Meisterschaft in Ermangelung eines großen GT4-Feldes gegen die PS-stärkeren GT3-Boliden fighten zu lassen, entschloss er sich spontan, Fabian mit seinem knapp 400 PS starken Lotus Evora GT4 in der deutschen Spezial-Tourenwagen Trophy (STT) im Rahmen der internationalen GT Open am Nürburgring einzusetzen.

„Sowohl die härtere Konkurrenz, als auch der besondere Reiz des Nürburgrings haben uns die gemeinsame Entscheidung erleichtert“, so Fabian, der den dreifachen Formel 1-Weltmeister übrigens nicht persönlich kennt; er ist nur weitschichtig mit Niki Lauda verwandt. Die Ziele der „Mission Nürburgring“ waren von Anfang an klar: sich im spektakulären Feld der STT-Boliden – darunter Hubraum-Riesen wie eine Chrysler Viper GTs-R oder ein CanAm Lola T222 – so gut wie möglich zu verkaufen und in der Klasse 3 der GT- und Tourenwagen bis 4.000 ccm möglichst vorne mitzufahren. Zu Beginn stand jedoch das Erlernen der traditionsreichen Grand-Prix-Strecke in der Eifel. „Allein dass ich am Nürburgring starten darf bedeutet für mich schon die Erfüllung eines kleines Traumes“, so Fabian, der trotz des großen Respekts gleich im Training eine Schrecksekunde erlebte: „Im allerersten Training hat es gleich heftig geregnet – und ich bin in meiner schnellen Runde bei Aquaplaning direkt in einem Reifenstapel gelandet. Gott sei Dank ist nichts passiert. Aber der Einschlag mit 22g war schon heftig.“

Doch wie es sich für einen echten Racer gehört, ließ sich Fabian von diesem Zwischenfall nicht einschüchtern. Schon im zweiten freien Training drehte er – erneut im strömenden Regen – eine Installationsrunde und belegt dann im anschließenden Qualifying bei schwierigsten Bedingungen Rang 22. Bei den beiden Rennen am Sonntag drehte Fabian Lauda dann richtig auf: Bei trockener Strecke kämpfte er sich in Lauf eins bis auf Rang 16 nach vorne und lieferte sich dabei mehr als nur einen sehenswerten Zweikampf mit gestandenen Tourenwagen-Piloten. In Lauf zwei verbesserte er sich von Startposition 16 aus gleich um mehrere Positionen, verlor diese aber im weiteren Verlauf gegen leistungsstärkere Fahrzeuge, die das Feld von hinten aufrollten.

Danach duellierte sich der Lotus-Pilot mit einem Audi TT RS, einem Porsche Cayman und einem Porsche GT3 Cup und verteidigte seinen 16. Gesamtrang schließlich bis zum Schluss. In seiner Wertungsklasse der Fahrzeuge bis 4.000 ccm bedeutete das die hervorragenden Ränge 5 und 4. „Was für ein Wochenende – nach dem Crash im ersten Training noch so tolle Rennen zu erleben war eine geniale Erfahrung – vielen Dank an Lechner Racing, dass sie mir das Abenteuer Nürburgring ermöglicht haben“, so Fabians persönliche Bilanz. „Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, in den beiden Rennen hätte es nicht besser laufen können und ich kann behaupten, wieder einmal viel gelernt zu haben.“ Die nächste Bewährungsprobe erwartet Fabian Lauda am 6./7. Juli auf seiner Heimstrecke am Salzburgring beim nächsten Rennwochenende der Race Trophy Austria.

Florian T. Mrazek

21.-23.04.2017Bosch Hockenheim Historic / Hockenheim
12.-14.05.2017Preis der Stadt Magdeburg / Oschersleben
30.06.-02.07.2017ADAC Truck Grand Prix / Nürburgring
21.-23.07.2017ADAC GT Masters / Zandvoort
04.-06.08.2017ADAC GT Masters / Nürburgring
15.-17.09.2017ADAC GT Masters / Sachsenring
13./14.10.2017ADAC Westfalen Trophy / Nürburgring

 

Spezial Tourenwagen Trophy

1.Oscar Tunjo300,00 Punkte
2.René Freisberg283,50 Punkte
3.Ulrich Becker265,00 Punkte
4.Ralf Glatzel218,00 Punkte
5.Jürgen Alzen214,00 Punkte


STT Juniorwertung

1.Oscar Tunjo300,00 Punkte
1.Marcel Fugel201,00 Punkte
3.Justin Häußermann190,00 Punkte
4.Niklas Kry136,00 Punkte
5.René Kircher101,00 Punkte