2015 dabei: Josef Klüber

07.01.2015 · 

Gleich in der ersten kompletten STT Saison gab es den Meistertitel. Hättest du vor der Saison mit solch einem starken Abschneiden gerechnet?

Nein, ganz sicher nicht. Mein Ziel war es, in meiner Klasse vorne zu sein und vielleicht ab und an am Podest zu schnuppern. Auf den ersten Blick wirkt das Punktepolster auf Rang zwei beruhigend. Doch ein Ausrutscher und die Konkurrenz wäre vorbeigezogen.

Wie hast du das Finale erlebt? Warst du nervös oder Dir sicher, dass du den Titel holst?
Ich musste bei der letzten Veranstaltung wenigstens ein Klassensieg einfahren. Da ich mit Michael Schrey auf einem bärenstarken GT2 Porsche gerechnet hatte, war das Wochenende für mich schon etwas spannend. Hätte ich vor dem Finale auf dem Nürburgring auf Jemanden wetten sollen, wäre mein Favorit auf den Titel Uli Becker gewesen, der 2014 wieder eine Supersaison gefahren ist.

Du hast insgesamt acht Klassensiege geholt, warst aber auch sehr konstant und bist kein einziges Mal ausgefallen. Worin siehst du die Gründe, die zum Titel geführt haben?

Mein SLS ist ab Mitte der Saison wesentlich besser geworden. Großen Anteil daran hat sicherlich das Team „Car Collection“ von Peter Schmidt. Das Fahrzeug wurde immer optimal in der Werkstatt vorbereitet und durch unseren „Chef“ an der Rennstrecke, Andreas Herbst, hatten wir deutlich an Performance gewonnen.

Die STT ist nach langen Jahren der Abwesenheit wieder mit einem Meisterschaftslauf auf die Nordschleife zurückgekehrt. Für Dich war es auch eine Rückkehr an deine alte Wirkungsstätte. Wie hast du den Nordschleifen-Auftritt der STT erlebt?

Obwohl ich einige Zeit nicht mehr auf der Nordschleife unterwegs war, habe ich mich sofort wieder zuhause gefühlt. Das Team hat mir mein Auto so perfekt vorbereitet, dass es riesig Spaß gemacht hat. Falls es Rolf ermöglichen kann, würde ich mich über eine Wiederholung des Nordschleifen-Auftritts für 2015 freuen.

Vom Titelgewinn einmal abgesehen, was war dein Saisonhighlight? Du warst ja auch beim 24h-Rennen in Barcelona unterwegs.

Bei den 24h von Barcelona hatten wir ein wenig Pech, denn 6 Stunden vor Rennende auf Gesamtposition 4 liegend, sind wir durch einen Unfall ausgefallen. Die Veranstaltung war super organisiert. Mein Saisonhighlight war trotzdem unsere STT Veranstaltung während des 24h-Rennens auf der Nordschleife.

Wie sieht es im kommenden Jahr bei Dir aus? Wirst du deinen Titel in der Spezial Tourenwagen Trophy verteidigen?

Ich bin nächstes Jahr definitiv wieder bei der STT am Start.

Machen wir einmal einen Zeitsprung und kommen zu deinen Anfängen im Motorsport. Wann hat Dich der Motorsportvirus befallen? Wie bist du zum Motorsport gekommen?

Ich war absolut „spät berufen“. Mein Freund Thomas Müller hat mit mir die ersten Runden im Jahre 1198 mit meinem Privatauto auf der Nordschleife gedreht. 1999 habe ich meine Lizenz erworben und bin gleich darauf auf einem Golf mein erstes Rennen gefahren.

Erzähle uns etwas über deine Motorsportlaufbahn. Welche Serien und welche Autos bist du bisher gefahren?

Von Ende 1999 bis 2006 habe ich an allen VLN-Rennen und nahezu allen 24h-Rennen auf dem Nürburgring teilgenommen. Da ich meist von Kissling Motosport betreut worden bin, fuhr ich ausschließlich Opelfahrzeuge. 2007 war ich sporadisch mit verschiedenen Fahrzeugen in der VLN am Start. Von 2008 bis 2012 trat ich mit eigenem Team mit einer Corvette in der DMV TCC an. Ab 2014 war ich dann mit „Car Collection“ fast ausschließlich auf der STT aktiv.

Wie kamst du schließlich zur Spezial Tourenwagen Trophy? Ich meine, dass du vor einigen Jahren auch mal mit einem Porsche einen Gaststart absolviert hast.

Als ich vor Jahren einmal einen Gaststart in der STT absolvierte, war ich ja noch ein „Nordschleifenjunkie“. Sprintrennen zu fahren, war damals keine Option für mich. Die STT ist meiner Meinung nach eine Rennserie, in der Wettbewerb wichtig, aber das faire Miteinander noch viel wichtiger ist. Das war für mich der Hauptgrund, mich für die STT zu entscheiden. Auch Peter Schmidt ist dies bei der letzten Veranstaltung sofort positiv aufgefallen. Deshalb möchte auch er vielleicht im nächsten Jahr einige Gaststarts fahren.

Welchen Rennwagen würdest du gerne einmal fahren? Auf welcher Rennstrecke würdest du gerne einmal fahren?

Ein Formelfahrzeug auf einer Rennstrecke mit vielen Auslaufflächen.

Zum Abschluss – wem möchtest du noch für die vergangene Saison danken?

Ich möchte mich für die tolle Saison 2014 bei meinem Teamchef Peter Schmidt für die Organisation des Teams, bei Andreas Herbst für die optimale Betreuung von Auto und Fahrer an der Rennstrecke, bei Thomas Lösch für die absolut sorgfältige Vorbereitung des SLS, bei Kevin Schneider (Rennmechaniker) für die beste Arbeit am Auto, bei Jil Herbst (Organisation) für Ihre tolle Unterstützung rund ums Rennwochenende, bei Thomas Müller für seine jahrelange Unterstützung auf der Rennstrecke bedanken.

Wir danken für das Gespräch.

21.-23.04.2017Bosch Hockenheim Historic / Hockenheim
12.-14.05.2017Preis der Stadt Magdeburg / Oschersleben
30.06.-02.07.2017ADAC Truck Grand Prix / Nürburgring
21.-23.07.2017ADAC GT Masters / Zandvoort
04.-06.08.2017ADAC GT Masters / Nürburgring
15.-17.09.2017ADAC GT Masters / Sachsenring
13./14.10.2017ADAC Westfalen Trophy / Nürburgring

 

Spezial Tourenwagen Trophy

1.Oscar Tunjo300,00 Punkte
2.René Freisberg283,50 Punkte
3.Ulrich Becker265,00 Punkte
4.Ralf Glatzel218,00 Punkte
5.Jürgen Alzen214,00 Punkte


STT Juniorwertung

1.Oscar Tunjo300,00 Punkte
1.Marcel Fugel201,00 Punkte
3.Justin Häußermann190,00 Punkte
4.Niklas Kry136,00 Punkte
5.René Kircher101,00 Punkte