Rechenspiele vor dem Finale
02.10.2025 ·
Auf dem Nürburgring findet vom 17.-19. Oktober traditionell das Finale der Spezial Tourenwagen Trophy statt. Als Meisterschaftsfavorit reist Kenneth Heyer (Mercedes AMG GT3) in die Eifel. Bei doppelter Punktzahl darf sich der Tabellenführer aber kaum Fehler leisten.
Rein theoretisch könnten noch neun Teilnehmer den diesjährigen Meistertitel einfahren. Realistische Chancen dürften eigentlich nur noch zwei Piloten haben. Mit 19 Zählern Vorsprung führt Kenneth Heyer das Tableau vor Stefan Wieninger (Audi R8 GT3 LMS Evo II) an. Und eines ist klar – gewinnt Heyer zweimal, ist die Sache entschieden. Auch bei einem Sieg und einem zweiten Platz wäre Heyer die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Das lässt sich so weit herunterrechnen, dass wohl zwei dritte Plätze die Meisterschaft bringen würden. Zünglein an der Waage wären hier nur noch die Extrapunkte für die Anzahl der Gegner. Sprich, zwischen Wieninger und Heyer müssten so viele Fahrer liegen, dass Wieniniger pro Rennen 1,25 Punkte mehr kassiert. Natürlich auch vorausgesetzt, dass Wieninger immer gewinnt.
Das Worst Case Szenario wäre im Grunde nur eine Nullnummer. Selbst mit einem Sieg von Heyer in einem der zwei Rennen würde Wieninger ein dritter und vierter Platz reichen, um vorbeizuziehen. Spätestens hier könnte sogar noch ein dritter Teilnehmer nach ganz oben auf den Thron springen. Röger Vögeli (Opel Astra TCR) würde mit zwei Siegen in der Division 3 an den beiden GT3-Piloten vorbeiziehen. So oder so hat der Schweizer aber beste Chancen auf Platz drei und damit auch auf 4 000 Euro Preisgeld. Um diese sicher zu kassieren, würden wohl zwei dritte Plätze in der Division reichen.
Und auch hier spielen wieder die Zusatzpunkte für die besiegten Gegner eine Rolle. Denn das Team „Hammer Down Amigo“ und Michael Crossley-Wright (Aston Martin Vantage GT4) darf sich ebenfalls noch Hoffnungen machen. Voraussetzung sind aber zweimal die volle Punktzahl, ansonsten wird es schwierig.
Dahinter ist ebenfalls noch nichts entschieden. Eines steht aber fest – eine Nullnummer darf sich keiner erlauben. Am engsten geht es zwischen David Stein (Hyundai Veloster TCR) und Elias Funk (Opel Astra TCR) zu. Nur 0,25 Punkte trennen die beiden TCR-Piloten vor dem Finale. Und mit Glück könnten beide sogar noch Roger Vögeli abfangen.




