Serienorganisator Rolf Krepschik
Serienorganisator Rolf Krepschik

Promoter Rolf Krepschik im Gespräch

13.12.2012 · 

Die Saison 2012 war für die Spezial Tourenwagen Trophy eine erfolgreiche Saison. Die Entscheidung um die Meister- schaft blieb bis zum Finale am Nürburgring spannend. Besser kann eine Saison nicht enden. Über 80 verschiedene Fahrer aus sieben Nationen nahmen an den Rennwochenenden der STT teil. Die Mehrheit der Piloten kam aus Deutschland. Stark vertreten waren Fahrer aus dem benachbarten Luxemburg und den Niederlanden.

STT Organisator Rolf Krepschik stand auto-rennsport.de Rede und Antwort zur abgelaufenen Saison und gab Einblicke in die Arbeit eines Promoters, zu den Problemen und Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gilt, wenn man eine Breitensportserie organisiert.

Wie siehst du die abgelaufene Saison der Spezial Tourenwagen Trophy?
Sehr, sehr gut. Es war ein tolles Starterfeld mit super Typen. Das hat richtig viel Spaß gemacht. Es ist nicht immer nur die Masse, die zum Funktionieren einer solchen Saison nötig ist. Es sind auch die Abläufe und die waren aus meiner Sicht sehr gut. Wir hatten viele neue Starter dabei und die haben sich toll eingebracht. Man weiß ja vorher nie, was da so auf einem zukommt. Aber es hat sehr gut geklappt und die Leute waren und sind zufrieden. 

Die Meisterschaftsentscheidung war spannend bis zur letzten Runde. Hättest du mit solch einer engen Entscheidung, quasi auf den letzten Metern gerechnet?
Jein, es macht doch keinem Spaß, wenn der Gesamtsieger schon zwei Rennen vor Schluss feststeht. So ein Finale braucht die Serie und das wollen auch die Zuschauer sehen. Es hat sich ja auch schon im Laufe der Saison gezeigt, dass einige Klassen dominiert wurden und dann zählt nur noch die Zuverlässigkeit, welche durch die Möglichkeit das schlechteste Ergebnis streichen zu können, noch interessanter wird. Wenn dann beim letzten Lauf einer der Titelanwärter seinen Streicher schon anwenden musste, steigt natürlich die Spannung ins Unermessliche. 

Welche Ereignisse waren für dich die Highlights der Saison 2012?
Jedes Rennen, das unfallfrei verläuft, ist für mich ein Highlight. Ein weiteres ist sicher auch die Weiterentwicklung unseres Rookie Autos und dass die komplette Saison ohne irgendeinen Lackaustausch oder Unfall bewältigt wurde.

Hast du eine Lieblingsrennstrecke, wo du die STT am liebsten siehst?
Das ist eine verzwickte Frage. Meine persönliche Lieblingsrennstrecke ist mit knappem Vorsprung Spa. Um aber die Serie am besten beobachten zu können und auch den Gästen den Motorsport auf der Rennstrecke näher zu vermitteln, ist eindeutig Zolder mein Favorit. Nirgendwo sieht man den Einsatz des Rennautos deutlicher, als auf der ehemaligen F1 Strecke in Belgien. Man ist einfach sehr nahe am Geschehen und kann bis auf wenige Meter die gesamte Strecke zu Fuß ablaufen. 

Auf welcher Rennstrecke würdest du gerne mit der STT noch fahren wollen?
Zandvoort. Diese kleine Rennstrecke am Meer ist einfach mit samt seinem Umfeld sehr schön. Nur wenn da nicht das verflixte Geräuschlimit wäre.

Mit welchen Schwierigkeiten muss man als Organisator einer Rennserie heute fertig werden?
Ehrlich? Da reicht das Papier nicht. Als ich ab 2001 die Serie alleine geführt habe, konnte man nebenbei noch seinem eigentlichen Beruf nachgehen. Heute ist das fast nicht mehr möglich. Es kommen ständig neue Herausforderungen dazu, die alle bewältigt werden wollen. Wenn man dann noch eine gewisse Kundenbetreuung machen möchte, ist das mittlerweile fast ein Fulltime Job. 

Wird es 2013 gegenüber der abgelaufenen Saison gravierende Veränderungen geben?
Wenn es dabei bleibt, was die FIA in Paris und der zuständige ASN in Person vom DMSB bekannt gemacht bzw. angekündigt haben, dann „JA“! Dann wird es bei allen nationalen Rennserien nur noch ein Auslandsrennen geben. Sollte man mehr Auslandstarts haben wollen, so ist die Serie international anzumelden. Das aber ist nicht nur von der Kostenseite nicht tragbar, sondern bringt auch noch viele weitere Schwierigkeiten und Unwegsamkeiten mit sich. 

Was sind die wesentlichen Gründe in der STT zu fahren?
Ich denke wir haben sehr nette Leute, sind sehr kameradschaftlich, viele helfen sich gegenseitig. Es wird auf der Strecke fair und mit einer nötigen Menge Respekt gefahren. Selbst pure Rundstrecken- Anfänger fühlen sich bei uns wohl, trotz der sehr schnellen Fahrzeuge. Zudem fahren wir auf bekannten Rennstrecken mit der nötigen Sicherheitsstufe, um auch für den Fall der Fälle eine schnelle und gute Hilfe zu gewährleisten. 

Wenn du die Möglichkeit hättest einen prominenten Rennfahrer als Gast in deiner Serie fahren zu lassen, an wen würdest du da denken?
Michael Schumacher

Welche Wünsche hast du für das Jahr 2013?
Dass die FIA einlenkt und den nationalen Serien weitere Auslandstarts genehmigt oder den Geltungsbereich über die Grenzen Deutschland hinaus vergrößert, zum Beispiel die Anrainerstaaten dazu zählen würde. Das sollte in einem vereinigten Europa mit offenen Grenzen eigentlich kein Problem sein.

Wie würdest du die STT kurz charakterisieren?
Die STT ist eigenständig, bodenständig, offen für alle, kameradschaftlich, fair und kostengünstig. Die Nachwuchsförderung, eine gute Presse und Öffentlichkeitsarbeit, die Auswahl an interessanten Rennstrecken und eine gute Aufteilung der Termine ist ein wichtiger Aspekt der Serie.

Patrick Holzer - auto-rennsport.de

21.-23.04.2017Bosch Hockenheim Historic / Hockenheim
12.-14.05.2017Preis der Stadt Magdeburg / Oschersleben
30.06.-02.07.2017ADAC Truck Grand Prix / Nürburgring
21.-23.07.2017ADAC GT Masters / Zandvoort
04.-06.08.2017ADAC GT Masters / Nürburgring
15.-17.09.2017ADAC GT Masters / Sachsenring
13./14.10.2017ADAC Westfalen Trophy / Nürburgring

 

Spezial Tourenwagen Trophy

1.Oscar Tunjo332,00 Punkte
2.Ulrich Becker288,50 Punkte
3.René Freisberg283,50 Punkte
4.Ralf Glatzel257,50 Punkte
5.Jürgen Alzen214,00 Punkte


STT Juniorwertung

1.Oscar Tunjo332,00 Punkte
1.Marcel Fugel201,00 Punkte
3.Justin Häußermann190,00 Punkte
4.Niklas Kry136,00 Punkte
5.René Kircher101,00 Punkte